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Über Stress und Kreativität

Im Sommer hatten wir zwei Wochen Urlaub, mein Mann, die Kinder (gut, die hatten noch länger) und ich. In der ersten Woche blieben wir zuhause, und meine Kreativität sprudelte nur so. :-D

 

In der zweiten Woche fuhren wir ein paar Tage weg. Voller Elan habe ich meinen Laptop eingepackt und auf ein paar schreibreiche Stunden gehofft. Immerhin geht die Jungmannschaft früh ins Bett und an einem anderen Ort, an dem ich mich nicht um Wäsche oder den Garten kümmern muss, hätte ich ja Zeit.

 

Tja, falsch gedacht.

 

Was ist passiert?

 

Nun gut, an der Zeit liegt es nicht. Die hätte ich gehabt. ;-) Aber der Urlaub bedeutete so viel Stress, dass ich am Abend einfach keine Motivation mehr hatte, irgendein Wort zu tippen. Dabei lief es vor dem Wegfahren so gut und ich hätte gefühlt ewig weiterschreiben können. :-D

 

Ich habe mich dann übrigens nicht zum Schreiben gezwungen, sondern ein paar ruhige Stunden mit meinem Mann genossen. Auch das tat sehr gut! <3 Und jetzt, wenn ich tagsüber wieder arbeite, fühle ich mich abends auch fit genug, um an meinen Geschichten zu feilen. ;-)

 

Das Ganze gibt mir etwas zu denken. Nicht, dass ich mir deswegen Sorgen machen würde. Dennoch merke ich, dass ich in stressigen Zeiten, wenn ich sonst viel um die Ohren habe, nicht so viel schreibe wie in ruhigeren Wochen. Dabei habe ich mich immer als stressresistent empfunden. :-)

 

Was ich daraus mitnehme, ist sicher die Erkenntnis, dass mich arbeitsintensive Tage (unbewusst) deutlich mehr beeinflussen als gedacht. Was ich dagegen mache? Hm, entweder ich mache weiter wie bisher und nehme "Verluste" in Kauf, oder ich arbeite weniger (geht nicht XD) oder schaffe ein Ritual, mit dem ich in kurzer Zeit eine gewisse Entspannung erlebe und danach loslegen kann. ;-)

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