· 

Faktastisches 2020 - Selfpublisher-Power

Endlich geht es auch bei mir weiter mit dem Faktastischen Jahr 2020! In meiner Babypause habe ich nur das gemacht, was mir wirklich wichtig war und wozu ich Lust hatte. Da habe ich, ganz egoistisch, lieber an meinen Geschichten geschrieben als am Blog. ;-p

 

Im Juni ging es um mein Thema - Selfpublishing-Power! Deshalb diese Blume, die sich aus dem Nichts an die Sonne powert. ;-)

 

Selfpublishing, was ist das?

Ich glaube, alle, die mir folgen, wissen, dass es Autoren gibt, die ihre Bücher auf eigene Faust ohne die Hilfe von Verlagen veröffentlichen. Das ist Selfpublishing. Inzwischen ist ein grosser Teil der Neuerscheinungen selbst veröffentlicht.

 

Die Autoren gehen dafür oft in Vorkasse, denn die wenigsten sind Designer oder Lektoren (wobei es sich so oder so nicht empfiehlt, das eigene Buch zu lektorieren). Auch brauchen viele Hilfe bei der Rechtschreibung. Deshalb werden viele Dienstleistungen in Auftrag gegeben und bezahlt. In meinem Fall sind das Lektorat, Korrektorat und Cover. Ansonsten würdet ihr meine Bücher nicht gerne im Regal stehen haben, weil sie einfach scheisse aussehen würden. ;-)

 

Selfpublisher-Power

Selfpublisher brauchen viel Kraft und Ausdauer. Oft holen sie die Ausgaben des ersten Buches nicht oder erst sehr spät wieder rein. Auch bei der zweiten und dritten Veröffentlichung zieht es sich weiter. Dann nicht aufzugeben und an seinen schriftstellerischen Fähigkeiten zu zweifeln, braucht einen langen Atem und Zuversicht.

 

Zudem ist es auch Genre-abhängig, was wie gut verkauft wird. Meine Liebesromane laufen alle besser als meine Fantasybücher, vielleicht auch, weil ich keine (klassische) Romantasy schreibe. Wer als nicht Romance, Krimi oder Thriller schreibt, der muss sich intensiver auf die Suche nach (zahlenden) Lesern begeben.

 

Oft braucht es auch viel Einsatz, um die Bücher an den Mann oder die Frau zu bringen. Es gibt kein Werbebudget, kein Verlagsvertreter, der sowieso regelmässig Neuerscheinungen im Buchhandel vorstellt. Man muss sich Plätze im lokalen Handel einzeln erkämpfen.

 

Doch es gibt auch die schönen Erlebnisse. Wenn ein Buch plötzlich durch die Decke schiesst, geliebt und gelesen wird, wenn es die alten Veröffentlichungen anzieht - das ist ein wunderschönes Erlebnis, das ich als Selfpublisherin in Echtzeit verfolgen kann. Als Verlagsautorin müsste ich einige Zeit warten, bis ich die Anzahl verkaufter Bücher kenne. So aber weiss ich spätestens nach wenigen Tagen, welche Werbemassnahme wie gut funktioniert hat. ;-)

 

Ich muss nicht fragen, um Rezensionsexemplare zu vergeben, sondern verteile sie an die Blogger und Leserinnen, die ich ausgesucht habe.

 

Freiheiten

Bisher habe ich noch keine Verlagserfahrungen gesammelt, deshalb ist meine Meinung wohl etwas einseitig. ;-) Doch ich geniesse die Freiheiten, die ich habe. Wenn die Liebesgeschichte nicht so im Vordergrund steht, wie der Verlag das will - so what? Ich möchte es aber so.

 

Ich, und ich ganz allein, darf das Cover in Auftrag geben und aus den Vorschlägen aussuchen. <3 Jedes Mal ein Highlight für mich!

 

Ich kann veröffentlichen, sobald die Geschichte bereit ist, habe keine Deadlines, die mir von aussen gegeben werden, und kann das schreiben, worauf ich Lust habe. Also kein "Wir brauchen wieder einen Liebesroman", wenn ich doch viel lieber an meiner Dystopie schreiben würde.

 

Am Anfang habe ich gedacht, dass ich irgendwann einmal Verlagsautorin werden möchte, doch inzwischen bin ich davon weggekommen. Ich liebe meine Freiheiten und die Möglichkeiten, die mir das Selfpublishing bietet, und freue mich auf meine nächste Veröffentlichung, auf die Überarbeitung und alles, was danach noch folgt. ;-)

 

Die weiteren Faktastisch-Beiträge findest du hier:

Januar - Ein Buch, mit dem alles begann

Februar - Mein Genre

März - Bookboyfriend / Bookgirlfriend

April - Herzensbuch

Mai - Charaktere, die im Kopf bleiben

Juli - Happy End: Muss es immer eines geben?

August - Lieblingszitat

September - Das schönste Buch im Regal

Oktober - Wenn ich in ein Buch springen könnte ...

November - Frauenpower in Büchern

Dezember - Mein Jahreshighlight

Kommentar schreiben

Kommentare: 0